Bauen und Wohnen

Herzogenaurach wächst – doch Wachstum muss klimagerecht und sozial gestaltet werden. Der neue Stadtteil Herzo Base und Neubaugebiete wie „Am Behälterberg“ oder „In der Reuth“ mit über 800 neuen Mietwohnungen, schaffen neuen Wohnraum, den wir dringend benötigen.

Doch trotz dieser Entwicklung bleibt klar: Unsere Stadt braucht weiterhin bezahlbaren Wohnraum, insbesondere für Familien und einkommensschwache Haushalte. Gleichzeitig müssen wir aber sorgsam mit unseren begrenzten Flächen umgehen.

Unsere Prioritäten:

  • Nachverdichtung statt Flächenfraß: Baulücken schließen, Dachausbauten fördern, Aufstockungen ermöglichen – das spart CO₂ und schont Ressourcen.
  • Leerstand ist verschwendeter Lebensraum – Wir wollen leerstehenden Wohnraum erheben. Mit einer gezielten Kampagne gegen Leerstand wollen wir informieren, beraten, vernetzen.
  • Wir bauen die Koordinierungsstelle Wohnraum weiter aus. In Kooperation mit der Koordinierungsstelle erstellen wir eine zentrale Vermittlungsplattform zur Vermittlung und Vernetzung für Wohnungstausch gegen Haustausch (z.B. für alleinstehende Senior*innen)
  • Leerstehende Gewerbeobjekte sollen priorisiert einer Nutzung zugeführt werden, bevor neue Acker-, Wiesen- oder Waldflächen versiegelt werden. Brachliegende Industrie- und Gewerbeflächen muss konsequent genutzt und revitalisiert werden. Wir setzen auf Anreize und Vernetzung
  • Im sozialen Wohnungsbau gilt: Barrierefreiheit ist Standard. Sozialer Wohnbau muss für alle zugänglich sein. Durch den Bau von Wohnungen nach der einkommensorientierten Förderung (EOF) für Menschen mit Wohnberechtigungsschein, sichern wir langfristig günstige Mieten – über Jahrzehnte.
    Da die (EOF) Wohnraumförderung in 3 Einkommensstufen unterteilt, kann sich ein größerer Personenkreis um eine entsprechende Sozialwohnung bewerben.
  • Klimaneutrale Standards: Ökologische Baumaterialien, Photovoltaik-Pflicht, regenerative Wärmeversorgung – für Neubauten und Sanierungen.

Die Stadt trägt Verantwortung und hat eine Vorbildfunktion: Nachhaltiger Innenausbau in städtischen Gebäuden wie Schulen und Verwaltung hat neben dem Umwelt- und Klimaschutz auch gesundheitliche und langfristig wirtschaftliche Vorteile.

Für Neubauten gilt:

  • Ökologische und nachhaltige Baumaterialien einsetzen,
  • Energieeffizienz priorisieren durch wirksame Wärmedämmung,
  • regenerative Wärmeversorgung voranbringen,
  • Photovoltaik als Regelausstattung umsetzen.

Bei Gewerbegebieten setzen wir zusätzlich auf flächensparende Konzepte – etwa Tiefgaragen statt Parkplatzwüsten oder gemischte Nutzung.

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