23ste Bürgerwilma geht an die Flüchtlingsbetreuung Herzogenaurach

Rund 60 Gäste kamen am 23. Januar im Café con Crêpe zusammen, um die 23. Verleihung der Bürgerwilma des Ortsverbands Herzogenaurach von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu feiern. Die traditionsreiche Auszeichnung ging in diesem Jahr an die Flüchtlingsbetreuung Herzogenaurach, die für ihr langjähriges, ehrenamtliches Engagement unter großem Applaus geehrt wurde.

Unter den Anwesenden waren neben zahlreichen Ehrenamtlichen auch viele Geflüchtete, Vertreter*innen aus Politik und Zivilgesellschaft, sowie Medien wie Herzo-TV. Besonders gefreut hat uns der Besuch von Anatolii von Franken hilft Ukraine, der Organisation, die im vergangenen Jahr mit der Bürgerwilma ausgezeichnet worden war, sowie von Manfred Bachmayer, stellvertretender Landrat des Landkreises Erlangen-Höchstadt und unsere Bürgermeisterkandidatin Patrizia Siontas.

Die Veranstaltung wurde durch die Ortsverbandssprecher*innen Veit Götz und Adriana Steege eröffnet. In seinem Grußwort würdigte Veit das vielfältige ehrenamtliche Engagement in Herzogenaurach und die besondere Bedeutung der Bürgerwilma als Zeichen der Anerkennung für Menschen, die Verantwortung für das Gemeinwohl übernehmen. Im Anschluss sprach Georgios Halkias, Zweiter Bürgermeister der Stadt Herzogenaurach, und unterstrich die große Bedeutung der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt.

Ein besonderer Moment der Veranstaltung war die symbolische Übergabe der Bürgerwilma: Anatolii überreichte die Auszeichnung stellvertretend an die Flüchtlingsbetreuung Herzogenaurach. Begleitet von lang anhaltendem Applaus folgte eine sehr persönliche und emotionale Rede der Geehrten. Darin machten sie deutlich, dass ihre Arbeit oft Aufgaben übernimmt, die eigentlich staatliche Stellen leisten müssten – und dass sie dennoch unverzichtbar für ein gutes Ankommen, für Integration und für ein solidarisches Miteinander in Herzogenaurach ist.

Für einen stimmungsvollen Rahmen sorgte die musikalische Begleitung von Gabi und Siggi mit Gitarre und Gesang, die der Veranstaltung eine warme und persönliche Atmosphäre verlieh.

Die Bürgerwilma wurde 1997 von den Eheleuten Müller-Schimmel ins Leben gerufen. Erste Preisträgerin war damals die Bürgerinitiative Rettet das Freibad. Der Name steht für „Der Bürgerwille macht’s“. Die Auszeichnung ist eine rund neun Kilogramm schwere Steinfigur, gestaltet von der Herzogenauracher Steinmetzin Claudia Spanhel, und wird als Wanderpokal jedes Jahr weitergegeben. Zu den Preisträger*innen der vergangenen Jahre zählen unter anderem Herzo-TV (2017), Herzo gegen Rechts, Herzo packt’s an, Parents for Future, die Tafel Herzogenaurach und viele weitere engagierte Initiativen.

Die diesjährige Verleihung machte erneut deutlich, wie viel Herz, Zeit und Engagement Menschen in Herzogenaurach für andere einbringen und wie wichtig es ist, dieses Engagement sichtbar zu würdigen.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Gästen, Mitwirkenden und Unterstützer*innen für ihr Kommen und ihr Engagement, die mit der Verleihung der Bürgerwilma erneut ein starkes Zeichen für gelebte Solidarität und Ehrenamt in Herzogenaurach gesetzt haben.