In der nächsten Stadtratssitzung am 17.7. stellt die Fraktion von Bündnis90/die GRÜNEN den Antrag, dass sich Herzogenaurach der Bewegung „Seebrücke“ anschließen und die Aurachstadt zum sicherern Hafen ernennen möge.                                                                        Gerade in diesen Wochen sehen wir verstört, wie Europa noch nicht handlungsfähig ist und die geretteten Flüchtlige auf den Schiffen bleiben und sogar Retter verklagt werden sollen. Viele Städte haben sich in Deutschland schon zum sicheren Hafen ernannt, u.a. auch Erlangen. Eigentlich wird gerade alles auf den Kopf gestellt: Länder wie Italien, Griechenland, Spanien, die die Flüchtlinge aufnehmen, medizinisch versorgen und dann weiter verteilen sollten, streiken, weil durch Deutsche Politik die Dublinregeln eingeführt wurden: die Menschen sollen dort bleiben, wo sie zuerst den Fuß nach Europa gesetzt haben. Das ist nicht praktikabel. Aber statt sich zu einigen, welches Land wie viele Flüchtlinge aufnehmen könnte, spielt man mit dem Leben der Menschen. Übrigens ist eine GRÜNE Forderung seit langem: die Flüchtlinge sollten sich ein Land wünschen können, denn dann würden viele vielleicht dorthin gehen, wo sie Verwandte oder Helfer hätten.

Wir GRÜNE sind sicher, dass unser Sädtla, das Menschen aus vielen Nationen beherrbergt, den Platz und den Geist hat, sich um wenige verzweifelte Menschen zu kümmern. Geht es doch hier zunächst nur um die „Erstaufnahme“. Natürlich fordern wir auch eine Abschaffung der Ankerzentren in Bayern, in der traumatisierte Menschen monatelang weder kochen, arbeiten oder irgendetwas machen dürfen. Das ist für den Heilungsprozess kontraprodutkiv.